Suche

Sprachauswahl

Login für Lehrkräfte

 

 

 

 

 

 

Die Geschichte der Anne-Frank-Schule

mehr wissen über Anne Frank ?

Noch vor der Gründung der Integrierten Gesamtschule (IGS) gab es starke Reaktionen aus der Öffentlichkeit. Die Leserspalten der Zeitungen waren überfüllt mit Stellungnahmen, Angriffen, Verdächtigungen und Herausstellungen der angeblichen Leistungsfähigkeit des traditionellen dreigliedrigen Schulsystems.

Am 16. Februar 1989 wurde bei 13 Ja-Stimmen, 9 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen die Gründung der IGS in Bargteheide beschlossen. Die Verwaltung bekam den Auftrag mit Städten, Gemeinden und dem Kreis Stormarn einen gemeinsamen Schulverband zu bilden, um als Träger der IGS Aufgaben zu übernehmen. Die Verhandlungen scheiterten jedoch, so dass die Stadt Bargteheide letztlich allein der Träger wurde. Weiterhin musste die Verwaltung mit dem Kreis in Verhandlung treten, um an den bestehenden Schulen ein Gastrecht für die bestehenden Schulen zu erreichen. Außerdem musste die Verwaltung die Eltern der zukünftigen Schüler über die Struktur der IGS informieren. Es gab einige Kommunalpolitiker, die die IGS an das äußerste Schuleinzugsgebiet verbannen wollten. Es gab z.B. Bestrebungen, die IGS entgegen allem existierenden Schulbusverkehr nach Hoisbüttel zu verlagern.

1990 wurden mit einem Festakt in der Aula der Dietrich-Bonhoeffer- Realschule die ersten Schüler/innen eingeschult. Zu diesem Zeitpunkt waren 7 Lehrkräfte an der Schule beschäftigt. Die ersten Unterrichtsräume fanden sich in einem kleinen Einfamilienhaus-Anbau an die Emil-Nolde-Schule, deren sanitäre Anlagen und Pausenhof mitbenutzt werden mussten. Drei Jahre hatte die Schule keinen festen Standort. Klassen waren in alle benachbarten Schulen ausgelagert. Erst danach wurde der Beschluss gefasst, für die Emil-Nolde-Schule neu zu bauen, den Altbau umzubauen und die notwendigen Räume zu schaffen. 1996 konnte die Schule endlich über alle notwendigen Unterrichtsräume verfügen. Im Jahr 2000, zum zehnjährigen Bestehen, war auch das Ganztagszentrum endlich fertiggestellt und damit das fast ein Jahrzehnt währende Provisorium beendet.

1995 gingen dann die ersten Schüler/innen mit einem Hauptschulabschluss ab. 1996 gab es die ersten Realschulabgänger/innen und den ersten Übergang in die Gymnasiale Oberstufe. Die ersten Abiturprüfungen wurden 1999 abgenommen. Im Jahrgang 1999 wurde die Anne-Frank-Schule als UNESCO-Projektschule anerkannt; die Feier fand allerdings aus Platzgründen erst mit der Einweihung des Ganztagszentrums im Februar 2000 statt - zusammen mit der Feier zum zehnjährigen Bestehen.

Heute ist die Schule in ihrem Umfeld anerkannt und erfreut sich großer Beliebtheit - was sich bedauerlicherweise auch in einer steigenden Zahl abgelehnter Schülerinnen und Schüler zeigt. Auch die Ausweitung auf vier Parallelklassen zum Schuljahr 2008/09 löste das Problem noch nicht: Auf die 104 bzw. bei Einrichtung einer I-Klasse 98 Plätze bewerben sich immer mehr Kinder als aufgenommen werden könnten. Die Oberstufe ist durchgehend vierzügig. Unsere Übergangsquoten liegen bei 65-70%.

Der Platz im jetzigen Schulgebäude reichte nicht mehr aus. Unser Schulträger hat durch den Bau eines weiteren Gebäudes, den sog. Schulerweiterungsbau, teilweise Abhilfe schaffen können. Auch neue Fachräume für Musik, Kunst und Naturwissenschaften wurden durch Umbau geschaffen.

Wollen Sie Näheres zur unendlichen Baugeschichte lesen, klicken Sie hier.

2013 wurden wir als Krönung unserer bisherigen Tätigkeit Hauptpreisträger des Deutschen Schulpreises. Dies ist uns Ansporn, unsere Arbeit in der bisherigen Zielrichtung weiterzuführen und auszubauen. Und im September 2015 haben wir unser 25jähriges Jubiläum mit einer Festwoche begangen.